Grenzen finden und kontrollieren mit GPS/GNSS

Grenzen umzäunen landwirtschaftliche Besitzgüter und sind oft über Generationen weitergegebene Trennlinien zu den Grundstücken von Nachbarn. Grenzsteine, Marker oder prägnante Naturmerkmale sind stille Zeugen dieser Grenzen. Nicht selten aber, sind diese über die Jahrzehnte durch die landwirtschaftliche Oberflächenbearbeitung untergepflügt oder in Waldstücken überwachsen und nicht mehr auffindbar. Und selbst Grenzen bereits eingemessener Grundstücke können heute ungenau sein, wenn dies vor einigen Jahrzehnten geschah. Denn erst die heutige Technik macht das Messen mit einer Genauigkeit von unter 10 cm möglich.

Grenzsteine werden laufend dokumentiert

Grenzsteine liegen mit ihren Koordinaten bereits digital vor. Diese Daten sind bei den zuständigen Katasterämtern vor Ort gegen Gebühr zentimetergenau erhältlich. Auch bieten die Landesvermessungsämter Grenzsteinkoordinaten über ihre Geoportale an. Die Genauigkeit dieser Daten liegt bei etwa 10 cm.


Grenzen und Grenzsteine in einer Karte

Die Koordinaten der Grenzsteine lassen sich ganz einfach in eine Karten-App einbinden. Hierzu empfehlen wir u.a. Mapit GIS. Mapit GIS ist ein professionelles und kostengünstiges Kartierungs- und Vermessungswerkzeug, das alle gängigen Ein- und Ausgabedatenformate unterstützt und auf allen handelsüblichen Android Tablets und Smartphones lauffähig ist. Als Basiskarten werden Luftbilder und die Liegenschaftskarte zum Gebiet eingebunden. Diese sind ebenfalls über die Geoportale der Landesvermessungsämter zu beziehen. Die Grenzen des eigenen Grundstücks werden zur Orientierung farbig markiert und die Grenzsteine symbolhaft hervorgehoben. Ist das Display des mobilen Gerätes sehr leuchtstark, wie bei dem von uns angebotenen Samsung Galaxy Active Tab 2, steht für einen erfolgreichen Einsatz im Gelände nichts mehr im Wege.

Grenzsteine auffinden mit GPS/GNSS

Um Objekte im Gelände zu finden, bedarf es eines hochpräzisen GNSS-Empfängers. Liegen die Koordinaten zentimetergenau im System vor, muss auch der GNSS-Empfänger in der Lage sein, zentimetergenau zu messen. Die Messergebnisse von GNSS-Empfängern selbst, liegen zwischen 1 m bis 0,10 m. Eine Positionsgenauigkeit unter 10 cm ist nur mit Hilfe von Korrekturdaten eines sogenannten Differential-GPS (DGPS bzw. DGNSS) möglich. Hierzu werden die Daten des GNSS-Empfängers mit den Daten einer fest installierten Referenzstation verglichen und korrigiert. Der GNSS-Empfänger muss für dieses Verfahren RTK-fähig (RealTimeKinematic) sein, Daten also in Echtzeit empfangen können.


Korrekturdaten der Landesämter nutzen

Neben privaten Anbietern bieten die Landesvermessungsämter Korrekturdaten an. Der Satellitenpositionierungsdienst SAPOS ist bundesweit verfügbar und in vielen Ländern teils kostenlos. Angeboten werden 3 Services, die sich in Ihrer Lagegenauigkeit von 80 cm bis unter 1 cm unterscheiden. Im RTK Modus ist ein zentimetergenaues Messen und im PPK Modus (Post-Processing, die Daten werden gesammelt und später nachbearbeitet) eine Positionsbestimmung bis auf 1 cm und darunter möglich. Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten zu SAPOS.

Korrekturdaten mit eigener Base-Rover-Station

Weit entfernte Referenzstationen oder ungünstige topographische Lagen ohne Internetverbindung bedingen, dass der Empfang von Korrekturdiensten nicht möglich ist. Diesen Umstand kann man umgehen, indem man eine eigene Base-Rover-Station aufbaut und die Kommunikation über LoRaWAN nutzt. Benötigt werden zwei RTK-fähige GNSS-Empfänger. Der 1. Empfänger – Base – nimmt die Position einer bekannten Koordinate ein, der 2. Empfänger – Rover – ist derjenige, der im Raum ‚umherwandert‘. Die Übertragungsreichweite beträgt in diesem Verfahren z.B. in Kombination mit dem EMLID Reach M2 und einer long range antenne bis zu 50 km.



Qualitativ hochwertige GNSS-Empfänger

GNSS-Empfänger nutzen für eine Positionsbestimmung neben dem GPS-Satellitensystem weitere Satellitensysteme. Um Korrekturdaten empfangen zu können, ist die hierfür notwendige Antenne meist im Gehäuse fest verbaut. In der Praxis gibt es heute bereits hochpräzise Geräte für unter tausend Euro. Als Base-Rover-Station ist die Konstellation des EMLID Reach RS+ und dem Reach M+ im Preis-Leistungsverhältnis derzeit unschlagbar.

Auf den Zentimeter genau

Wir bieten Ihnen auf unseren Webseiten GNSS-Empfänger der Firmen EMLID und Stonex an. Diese sind ausschließlich RTK-fähig und verfügen zudem über eine LoRa-WAN Schnittstelle oder sind um diese erweiterbar. Die Auswahl eines Gerätes ergibt sich aus den Anforderungen und der Aufgabenstellung Ihres Vorhabens.

Bzgl. der Positionsgenauigkeit ergibt sich im direkten Vergleich folgende Aufstellung:


EMLID Reach RS2 0,7 cm + 1 ppm
Reach RS+ < 10 cm
Reach M2 < 5 cm
Reach M+ < 10 cm
Stonex S 500 3 cm
S900 0,8 cm


Unser Angebot

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